Latein

 

Warum und wozu Latein?

Latein als tote Sprache (?)

In der Tat ist Latein heute keine Verkehrssprache mehr.

Doch Latein „lebt“ heute noch, denn viele Menschen lernen die lateinische Sprache und mit ihr die römische Kultur und Welt kennen.

Insofern ist Latein sogar sehr lebendig!

 

1. Argumentation Bereich „Sprache“

Latein ist keine Kommunikations- sondern eine Reflexionssprache.

Nicht in der Sprache, sondern über Sprache reden!

d.h. im Lateinunterricht wird über Sprache und ihre Gesetze und Regeln nachgedacht

(Grammatik)

Die Schüler werden eingeführt in das System und die Gesetzmäßigkeit von Sprache

S prache als System:

Wie funktioniert Sprache?

Was macht einen Satz aus?

Welche Beziehungen haben Wörter in einem Satz, so dass daraus ein Satz entsteht?

 

Beispiel: Bilde aus den Wörter „Peter, Sabine, lieben“ einen Satz: > „Peter liebt Sabine.“

Wer liebt wen? (Wegen der gewohnten Wortstellung [Subjekt am Anfang] versteht man den Sachverhalt, dass Peter in Sabine verliebt ist. Die Wortstellung gilt im Deutschen aber nicht immer als eindeutige Regel, denn der folgende Satz ist inhaltlich auch verständlich: „Honig lieben die Bären“.)

 

Das Lateinische ist wegen der Formenvielfalt eindeutig.

> lat. „Petrus Sabinam amat.“

Auf die Endung kommt es an. Jeder Satz ist ein Puzzle von Wörtern, die durch grammatische Regeln zusammenhängen.

> Erziehung zu genauem Hinschauen und Genauigkeit

Latein ist die Fitnessbude für das Gehirn“

Elementares Rüstzeug für das Lernen von Sprachen

Durch das Lateinische lernt man die eigene Sprache besser verstehen.

> muttersprachliche Kompetenz + Genauigkeit im Ausdruck

Wie kann ich das, was im lateinischen Satz steht, möglichst gut und genau ins Deutsche übersetzen? deshalb:

Unterricht nicht in der Fremdsprache, sondern in der eigenen Sprache

> Schulung der Ausdrucksfähigkeit

 

Die Aussprache des Lateinischen ist äußerst einfach:

Beispiel: rusticus, amare, turris, consul, forum, mensa, aula

Bezug zu vielen Fremdwörtern : Latein als Muttersprache der romanischen Sprachen


2. Argumentation Bereich „Römische/Antike Welt“

Latein ist der Schlüssel zur antiken Welt und der

antiken und abendländischen Kultur

 

  • Bildung als Erweiterung des geistigen Horizonts der Gegenwart

  • Quellen und Wurzeln des abendländischen Denkens und Lebens kennenlernen

 

Latein als „Breitband-Zugang“ zu unserer Kultur

  • die Antike bietet viel Bekanntes, aber auch viel Fremdes

  • Bekanntes: (z.B.) Schrift, Schule, Recht, Verwaltung, Architektur

  • Fremdes: (z.B.) Götterwelt /Religion, Sklaverei, Alltagsleben

  

Die antiken Texte gehen auch uns heutige Menschen an:

Lektürethemen der Oberstufe: (z.B.)

– Was ist die beste Staatsform?

– Politisches Engagement – ja oder nein?

– Das Wort als Waffe (Rhetorik)

– Wie kann man ein glückliches Leben führen? (Philosophie)

– Imperialismus und Imperialismuskritik

– Ideologisierung der Macht; Sendungsbewusstsein

– Der Mensch und seine Alltag

– Liebesdichtung